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Regionalplan Donau-Wald

Gemäß Sitzung des Bezirkstages Niederbayern vom 3. Juni 2014 stehen folgende Gebiete zur Windkraftnutzung nicht mehr zur Verfügung:

Vorbehaltsgebiet 78 a, Bereich Winklern, Gemeinden Kollnburg und Achslach, Lkr. Regen,
Größe 27 ha

Vorbehaltsgebiet 80, Bereich Böbrach, Gemeinden Drachselsried und Böbrach, Lkr. Regen,
Größe 209 ha

Vorbehaltsgebiet 95, Bereich Kirchdorf, Gemeinden Kirchdorf im Wald und Kirchberg im Wald, Lkr. Regen,
Größe 232 ha

Vorbehaltsgebiet 97, Bereich Lungdorf, Gemeinde Innernzell, Lkr. Freyung-Grafenau,
Größe 44 ha

Vorranggebiet 100, Bereich Altposchingerhütte, Gemeinde Frauenau, Lkr. Regen,
Größe 51 ha

Summe: Größe 563 ha

Begründung des Bezirkstages:
Grund für diese Änderungen sind Argumente des Natur- und Landschaftsschutzes sowie Einwendungen der betroffenen Gemeinden und Landkreise. Trotz dieser Änderungen am Zonierungskonzept hat sich der Bezirkstag übereinstimmend positiv für die Nutzung der Windenergie ausgesprochen. Das im Zonierungskonzept verbleibende 1.700 Hektar große Gebiet 'Wagensonnriegel' biete ausreichend Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Nutzung der Windenergie auch im Landkreis Regen, ohne das Landschaftsbild zu sehr zu beeinträchtigen und die Bevölkerung über Gebühr zu belasten. Diese Fläche in die Zonierungszone aufzunehmen sowie die Reduzierung des Mindestabstandes zum Nationalpark auf einen Kilometer seien daher vertretbar.

zur aktuellen Pressemeldung Bezirkstag Niederbayern ...


PNP/Bayern vom 05.06.2014

Bezirkstag beschließt geändertes Windkraftkonzept

Fünf Gebiete in den Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau werden aus dem Zonierungsplan herausgenommen

Landshut. Das Zonierungskonzept zur Zulassung von Windkraftanlagen im Landschaftsschutzgebiet Bayerischer Wald steht: Der Bezirkstag stimmte jetzt dem von der Regierung von Niederbayern in Zusammenarbeit mit dem Regionalen Planungsverband Donau-Wald entwickelten Konzept mehrheitlich zu, allerdings mit Abstrichen: In fünf Gebieten in den Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau sollen keine Windräder gebaut werden dürfen.

In Niederbayern zählen vor allem die Landkreise Regen und Straubing-Bogen zu den rentablen Windkraft-Standorten, wobei sich weite Teile dieser Region im Landschaftsschutzgebiet Bayerischer Wald befinden. Um eine "Verspargelung" der Landschaft zu vermeiden, erarbeitete die Regierung in den vergangenen zwei Jahren ein planerisches Konzept, um bestimmte Teile des Landschaftsschutzgebietes für die Errichtung von Windkraftanlagen zu öffnen. Für die Ausweisung dieser Zonen wurde eine Änderung der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet notwendig, die in die Zuständigkeit des Bezirks fällt.

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zum geänderten Regionalplan Donau-Wald - Stand 3. Juni 2014 - mit weiteren Kürzungen durch den Bezirkstag von Niederbayern ...

Leserbrief "Lobenswerte Transparenz"

Zum Bericht "Die Antworten kennt nur der Wind" vom 2. August - geschrieben von Martin Abel aus Hintberg:

"Ja, die Stadtwerke München machen ihre Hausaufgaben vorbildlich. Transparenz, Aufgeschlossenheit und auf den Bezug der Bürger eingehend kann man dieses Vorhaben unterstützen. Die Absichten sind klar definiert und viele Fragen wurden selbsterklärend in dem Vortrag schon mit eingebunden. Auch – obwohl das Gesetz der 10-H-Regelung noch gar nicht beschlossen ist – die von den Anwohnern geforderte Abstandsregelung wird, als wenn es eine Selbstverständlichkeit wäre, angewandt.

Da kann sich die Bürgerwind Bayerwald unter den Fittichen von Herrn Probst eine gehörige Scheibe davon abschneiden. In Hintberg wurden die Bürger – ja sogar die Gemeinde – von Anfang an ausgeschlossen. Die zwei Grundstücksbesitzer, einer davon Gemeinderatsmitglied, unterschrieben eine Verschwiegenheitsklausel und warteten zudem noch die Wahlen ab.

Wenn man dann noch auf dieser Veranstaltung persönlich erscheint, um damit zu prahlen, dass man "seine" vorläufige Baugenehmigung schon in Tasche hat, frage ich mich, was für Ziele mit dem Hintberg-Modell verfolgt werden. Ohne die zwei umfangreichen Windmessungen (mind. 1 Jahr lt. Aussage der Stadtwerke München) und artenschutzrechtlichen Prüfungen, bin ich gespannt wie die Auslastung/Rentabilität dargestellt wird, da bekanntlich in diesem Projekt auch mit öffentlichen Geldern kalkuliert wird.

Und noch eins soll noch betont werden: Windkraftgegner werden immer pauschaliert dargestellt, ohne nach den spezifischen Gründen (in Hintberg 10-H-Regelung) zu fragen.

Wir brauchen alternative Energien – ohne Zweifel, aber dann bitte so, wie es die Stadtwerke München machen."

Martin Abel Hintberg*


Antwort-Leserbrief von Adolf Probst - BürgerWIND Bayerwald (ungekürzte Fassung)

Gegenwind aus gleicher Richtung

Es stimmt, ich mache keinen Hehl aus meiner Freude über den Vorbescheid vom Landratsamt Regen für die Errichtung der Windräder. Diese Vorfreude habe ich jedoch am Schluss der Veranstaltung gegenüber Frau Ackermann von den Stadtwerken geäußert, nicht vor versammelter Mannschaft und schon gar nicht vor Herrn Abel.  Während unserer jahrelangen Arbeit haben wir neben wenigen Höhen sehr viele Tiefen erlebt, die den Stadtwerken München für so ein Großprojekt erst noch bevorstehen. Unsere Arbeit hat nun Früchte getragen und es freuen sich zahlreiche Befürworter, Unterstützer und Politiker mit uns über unseren Erfolg.

Selbst die Stadtwerke München begannen am 04.06.2014 mit einer Infoveranstaltung in Kirchdorf ihr Projekt still und leise mit den betroffenen Grundstücksbesitzern und den Bürgermeistern unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Wir haben die Hintberger Grundstücksbesitzer persönlich aufgesucht, um Grundstücke vorab ausleuchten zu können, die sich als Standort eignen würden. Zu dieser Zeit wussten wir noch gar nicht, ob das Projekt überhaupt realisierbar ist, da damals schon der Regionalplan auf wackligen Beinen stand und etliche Windgebiete immer wieder geändert oder gestrichen wurden.

Man kann es wahrscheinlich niemanden recht machen, denn bei unserem ersten Bauvorhaben in Abtschlag wollten wir die Gemeinde und die Bürger mit einer Info-Veranstaltung mit einbeziehen. Der Gemeinderat wurde vorab informiert und alle waren nebst Bürgermeister einstimmig für das Bauvorhaben. Bürgermeister Wildfeuer riss das Projekt förmlich an sich, wollte mit Feuereifer den Bau des Windrades vorantreiben. Im Zeitungsbericht „Die Energiewende soll am Grünberg starten“ vom 08.10.2011 ist das im Presse-Archiv auf unserer Internetseite nachzulesen. Sobald der Standort bekannt war, formierten sich Gegner, die erfolgreich gegen Landratsamt, Bürgermeister, Gemeinderäte und andere Bürger vorgegangen sind.

Die Gemeinde Kirchdorf organisierte daraufhin eine Veranstaltung im Schwankl-Haus Abtschlag, in der sich sechs Personen von den Gegnern und drei Personen (Adolf Probst, Stefan Köppl, Johannes Rosenberger) unserer Initiative zur Diskussion gegenübersaßen. Im Anschluss daran wurde die Öffentlichkeit zugelassen und wir wurden des Saales verwiesen ohne die Gelegenheit zu erhalten, unser Projekt vorzustellen. In Hintberg hätte aus diesem Grund eine Vorab-Information sicher auch nichts gebracht, zumal überwiegend auch wieder die gleichen Gegner wie in Abtschlag tätig sind.

Die Behauptung von Herrn Abel, die Grundstückseigentümer hätten eine Verschwiegenheitsklausel unterschrieben, weise ich entschieden zurück. Es wurde nämlich nur Stillschweigen der vertraglichen Inhalte vereinbart wie es auch bei den Nutzungsverträgen der Stadtwerke München der Fall ist.

Ob letztendlich die Stadtwerke München das mit der 10-H-Regelung auch so umsetzen, kommt letztlich darauf an, ob für den zonierten Wagensonnriegel der Bestandsschutz greift oder nicht. Das lässt sich erst genau sagen, wenn das Gesetz auch durch ist. Seehofer hatte ja im Januar 2014 wieder eine Kehrtwende gemacht und den Kommunen den schwarzen Peter zugeschoben. Am Rande der CSU-Fraktionsklausur in Wildbad Kreuth sagte er: „Da kann’s nur eine Ausnahme geben nach demokratischem Prinzip: Wenn alle Beteiligten sich vor Ort einig sind.“ Er betonte, es gehe um lokale Mehrheiten. Das müsse nicht bedeuten, „dass auch der letzte Einödhof zustimmt“. Einödhöfe und einzelne Häuser (z. B. Kohlau, Danzeröd, Flanitzhütte) gibt es auf dem Wagensonnriegel genug, die lt. Entwurf der Stadtwerke bei der 10-H Regelung eh schon nicht mehr berücksichtigt wurden. Also ist die 10-H Regelung keine Selbstverständlichkeit.

Herr Abel erläutert es sehr schön: „Wir brauchen alternative Energien – ohne Zweifel, aber dann bitte so, wie es die Stadtwerke München machen“. Als Begründung seiner Ablehnung der Windräder gibt ja Herr Abel – mit einer Reporterin von DonauTV auf seiner Sonnenterrasse stehend mit Blick auf einen der Windradstandorte -  im letzten Filmbeitrag an, dass die Windräder sehr prägend für das Landschaftsbild seien. So darf sich jetzt ein großer Teil der Bevölkerung rund um den Wagensonnriegel, den die Politik und einzelne Kommunen als geeigneten Windstandort fokussiert haben, auf 24 überaus landschaftsbildprägende Windräder freuen.

BürgerWIND Bayerwald

Adolf Probst, Abtschlag


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Professionelle Windmessung (LiDAR)

Windkraftnutzung bedarf einer präzisen Windmessung im komplexen, bergigen und bewaldeten Gelände. Auf Grund der stetig größer werdenden Windkraftanlagen ist es messtechnisch schwierig Windprofile mit herkömmlichen meteorologischen Masten zu erfassen. Die bisher hierfür eingesetzte Messtechnik mit Schalensternanemometern auf einen Messmast stößt bei den zukünftig relevanten Nabenhöhen der Windkraftanlagen an technische und finanzielle Grenzen. LiDAR (Light Detection And Ranging) ist der Schlüssel für Windprofilmessungen bis in große Höhen. Mit Hilfe von Laserstrahlen wird der Wind bis in Höhen von bis zu 250 m gemessen. Auf jeden Fall bis zur Höhe der Windkraftanlage - nicht nur der Nabenhöhe sondern bis zur oberen Blattspitze. Die LiDAR-Technologie nutzt dabei den Laufzeitunterschied des an Aerosolen reflektierenden Laserstrahls zur Bestimmung von Windgeschwindigkeit und -richtung. Diese Windmessung mit dem LiDAR-System reduziert die Unsicherheit der späteren Ertragsberechnung entscheidend.

Die Vorteile des LiDAR-Systems liegen auf der Hand: Ein langwieriger und aufwendiger Bauantrag für die Errichtung eines Windmessmastes muss nicht mehr gestellt werden; stattdessen wird der eigens dafür ausgestattete Anhänger einfach auf den gewünschten Standort manövriert und schon kann die Messung beginnen. Mittels einer autarken Stromversorgung bestehend aus Photovoltaik- und einer Brennstoffzelle kann die Windmessung an jedem Ort betrieben werden.


Zusätzlich werden die meteorologischen Größen wie Luftdruck, -feuchtigkeit und -temperatur gemessen. Werte zur Niederschlagsmenge und Sonnenscheindauer komplettieren die Daten. Damit erreichen wir eine einzigartige sensorische Ausstattung, die es erlaubt, den Einfluss dieser Parameter auf die Windbedingungen zu bestimmen. Mit dieser Investition, sind wir in der Lage verschiedene Standorte zu vermessen, nur Messdaten helfen einem bei der Entscheidung, die Wirtschaftlichkeit des Standorts beurteilen zu können.

 

Die Montage, Inbetriebnahme, Überwachung, Kontrolle, Datenfernabfrage, Datenverwaltung, Auswerten der Daten und Erstellen des Messberichts von der laufenden LiDAR-Windmessung erfolgt von BürgerWIND Bayerwald.

Ein akkreditierter Windgutachter erstellt auf Basis der Messreihen und Messdaten der LiDAR-Windmessung das Wind-, Turbulenzen- und Ertragsgutachten.

Ein akkreditierter Windgutachter prognostiziert die mittlere Windgeschwindigkeit und den zu erwartenden Energieertrag für den Standort einer zu bauenden Windenergieanlage über die zu erwartende zukünftige Betriebsdauer von bis zu 25 Jahren. Grundlagen sind gemessene und berechnete Windverhältnisse, die Leistungskurve einer Windenergieanlage, Abschattungs- und Turbulenzeffekte, Nutzungseinschränkungen durch Vereisung.

Die LiDAR-Technologie wird vom Bundesumweltministerium (BMU) mit einem Förderprogramm unterstützt. Der Stiftungslehrstuhl Windenergie (SWE) der Uni Stuttgart hat das Forschungsprojekt LiDAR Complex am 1. Oktober 2012 vom BMU bewilligt bekommen. Es hat eine Laufzeit von drei Jahren und beschäftigt sich mit der Entwicklung von LiDAR-Messverfahren zur Erfassung von Windfeldstrukturen hinsichtlich der Optimierung der Windenergienutzung im  bergigen, komplexen Gelände und der Validierung von Windfeld-modellen für topographisch komplexe Standorte.

Leserbrief "Wagensonnriegel versus Hintberg"

Zum Bericht "Die Antworten kennt nur der Wind" vom 2. August - geschrieben von Bianca Großmann aus Trametsried:

"Als unmittelbar Betroffene der zwei geplanten Windkraftanlagen in Hintberg erlaube ich mir in Anlehnung an den Artikel ,Die Antworten kennt nur der Wind‘ einige für mich offene Fragen diesbezüglich laut zu äußern.

Wie Dr. Boeck von den Stadtwerken München meinte, sei ein wirtschaftlicher Betrieb bei genügend Wind ab einer Anlagenzahl von fünf bis sieben möglich. Laut der Bürgerwind-Bayerwald-Initiative, welche die Windräder in Hintberg plant, scheinen allerdings zur Rentabilität angeblich zwei Windkraftanlagen zu reichen!??

Desweiteren erläuterte Projektentwickler Sebastian Grosch vom Unternehmen wpd, dass die Stadtwerke München mindestens ein Jahr lang Windmessungen machen müssen und ein eventueller Baubeginn der Anlagen auf dem Wagensonnriegel frühestens 2016 sein könnte. Im Gegensatz dazu sollen die beiden Windkraftanlagen in Hintberg, für die wohl gemerkt ebenfalls noch eine Windmessung aussteht, bereits Ende nächsten Jahres in Betrieb genommen werden. Wo liegt das zeitliche Ermessen?

Herr Dr. Boeck erklärte zudem, dass die Stadtwerke München die Anlagen auch betreiben und diese nach Fertigstellung nicht weiter verkaufen. Was passiert aber mit den beiden Windkraftanlagen in Hintberg? Bleiben diese in den Händen der Bürgerwind-Bayerwald-Initiative? Wie bereits erwähnt, stellen sich mir als unmittelbar Betroffene der zwei geplanten Windkraftanlagen in Hintberg aufgrund ungenügender Informationen und jeglich fehlender Transparenz tagtäglich solche und ähnliche Fragen. Der Bürgerwind-Bayerwald-Initiative selbst ist es nämlich im Gegensatz zu den Stadtwerken München vorab leider nicht gelungen – ob mutwillig oder nicht sei dahingestellt – die betroffenen Bürgerinnen und Bürger öffentlich über die wichtigsten Gesichtspunkte aufzuklären, was meiner Meinung nach hierzu jedoch dringend nötig gewesen wäre. Aufgrund dessen stellt sich mir nämlich wiederum die skeptische Frage: Warum durfte die unmittelbar von den zwei Windkraftanlagen in Hintberg betroffene Bevölkerung vorab nichts von der geplanten Errichtung wissen?"

Bianca Großmann Trametsried*


Antwort-Leserbrief von BürgerWIND Bayerwald am 07.08.2014:

Es wurde mehrfach informiert

Zum Bericht "Die Antworten kennt nur der Wind" vom 2. August und zu den Leserbriefen - geschrieben von Karoline Probst:

"Frau Großmann fragt sich, warum Herr Dr. Boeck von den Stadtwerken München von einem wirtschaftlichen Betrieb bei genügend Wind ab einer Anlagenzahl von fünf bis sieben Windrädern ausgeht. Im Gegensatz zu den Stadtwerken München, bei dessen sehr umfangreichen Projekt zahlreiche Projektentwickler und Mitarbeiter entgeltlich eingebunden sind und zur Planung und Projektierung die Firma wpd zum Einsatz kommt, arbeiten die Initiatoren der BürgerWIND Bayerwald bereits seit über drei Jahren ehrenamtlich und entgeltlos an diesem Projekt.

Des Weiteren ist die Wirtschaftlichkeit auch eine Frage des Standortes: Während die beiden Windräder in der Gemeinde Kirchberg auf einer Wiese stehen und über eine bereits bestehende Infrastruktur verfügen, demzufolge die Zuwegung und die Stromeinspeisung viel einfacher zu gestalten ist, schaut es da auf dem Wagensonnriegel völlig anders aus. Wälder müssen für die Standorte und Kranstellflächen der einzelnen Anlagen sowie für die kilometerlangen neuen breiten Schotterwege gerodet sowie ein eigenes Umspannwerk gebaut werden. Nicht zu vergessen ist, dass für jede dieser Anlagen hohe Pachtzahlungen anstehen, sei es für die Grundstückseigentümer oder für die Staatsforsten.

BürgerWIND Bayerwald hat in keiner Weise vor, die Windräder an Investoren zu verkaufen bzw. von Stromkonzernen betreiben zu lassen, damit deren Ökobilanz stimmt. Wir haben schon zahlreiche private Interessenten aus der Bürgerschaft in der Region gesammelt, die sich an den Windrädern beteiligen möchten. Die Anlagen gehören zu 100 Prozent den Bürgern und dienen so voll der dezentralen Stromversorgung in der Gemeinde Kirchberg. Wichtig ist auch dabei zu bemerken, dass die einmal anfallende Gewerbesteuer zu 100 Prozent in der Region verbleibt und nicht wie bei den Münchner Stadtwerken zu 30 Prozent nach München fließt.

Zum Thema ungenügender Informationen und fehlender Transparenz möchten wir darauf hinweisen, dass es von unserer Seite schon zahlreiche Veranstaltungen gegeben hat, wie beispielsweise im Gasthaus Baumann in Kirchdorf sowie im Sportheim Untermitterdorf. In letzterem informierten wir eingehend über das Projekt Hintberg, unter anderem auch mit einer visuellen Veranschaulichung der Situation für die Betroffenen. Außerdem organisierten wir eine Infofahrt nach Witzlricht in Freudenberg mit vielen interessierten Teilnehmern. Diese Fahrt wurde wie alle anderen Veranstaltungen auch in der Zeitung und im Internet veröffentlicht. Leider hat Frau Großmann an dieser Fahrt nicht teilgenommen, sonst hätten sich alle ihre Fragen bereits beantwortet.

Während große Windparks mit enormer Leistung, aber auch enormen Investitionskosten, eher etwas für die Großen der Energiebranche und Großinvestoren sind, haben die zwei Windräder in der Gemeinde Kirchberg eher eine regionale Bedeutung und sollten als wichtige dezentrale Quelle zur Stromversorgung gesehen werden.

Informationen über unser Projekt können auf unserer Internetseite www.buergerwind-bayerwald.de abgerufen werden. Dort finden die Bürger auch unsere Kontaktdaten, wir stehen für alle Fragen offen."

Karoline Probst BürgerWIND Bayerwald*

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Grundstücke für Bürgerwindräder gesucht

Derzeit versuchen zahlreiche überregionale Projektgesellschaften und Fondsinitiatoren, Flächennutzungsverträge für potentielle Windanlagenstandorte abzuschließen. Dabei ist die Gefahr groß, dass die aus dem Betrieb der Anlagen resultierende Wertschöpfung nicht vor Ort und in der Region verbleibt.

Unser dringender Rat: Suchen Sie zunächst das Gespräch mit uns, bevor Sie übereilt Pachtverträge oder ähnliche Vereinbarungen unterzeichnen. Denn was überregionale Projektgesellschaften und Fondsinitiatoren können, kann unsere Region auch. Gerne stellen wir Ihnen unser Konzept im Vergleich vor. Wir sind überzeugt, dass ein regionales Konzept die bessere Lösung ist.

Zusammengefasst ist festzuhalten, dass die Verträge genau durchgeschaut werden müssen. Auf den ersten Blick bergen sie mehr Chancen als Risiken. Die Risiken zeigen sich jedoch erst dann, wenn die Anlage steht, nicht funktioniert bzw. wenn sie abgebaut werden muss oder wenn Zahlungen ausbleiben.

Wenn Sie Eigentümer eines landwirtschaftlichen Flurstücks in einem Vorrang- und Vorbehaltsgebiet sind und Interesse an einem Bürgerwindrad haben, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir prüfen gern, ob eine Errichtung von Windenergieanlagen und ein wirtschaftlicher Betrieb möglich sind.

"Ein Windrad baut man nicht alle Tage“

zum Regionalplan mit den Vorrang- und Vorbehaltsgebieten (17,3 MB)
(Download klappt am besten mit Mozilla Firefox)

Downloadzeit DSL 1000 ca. 135 s, DSL 2000 ca. 70 s